Steuerreform: Mehr Steuern statt weniger Steuern ab 2010

Erschienen am 7.12.2009

Steuerreform – Mehr Steuern statt weniger Steuern ab 2010: Sätze wie, “Ich hab’s gewusst!” oder “War doch klar!” sind bei diesem Thema durchaus angebracht. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung steigen die Steuerbelastungen im nächsten Jahr für mehrere 100.000 Deutsche in den Steuerklassen II und III. Das Blatt beruft sich dabei auf Berechnungen des Bundes der Steuerzahler. Demnach könnten alleinständige Arbeitnehmer mit einem Brutto-Einkommen zwischen 1685 Euro und 2700 Euro monatlich bis zu 9,16 Euro mehr im Monat zahlen. Auch auf Alleinerziehende mit Kind mit einem Einkommen zwischen 1020 und 1200 Euro Brutto im Monat kommen Mehrkosten von 3,25 Euro im Monat zu. Grund dafür ist der Wegfall der sogenannten Günstigerprüfung, die ab 2010 nicht mehr für alle Beschäftige gelten soll.

Die Günstigerregelung ist eigentlich dazu da, um Steuerzahler davor zu bewahren zu viel Steuern zu zahlen. Genau dieses Regelung soll nach den Plänen der Bundesregierung nicht mehr für alle gelten. Die einzige Möglichkeit, die bleibt um evtl.   gezahlte Steuern zurückzubekommen, ist eine Steuererklärung im Jahr 2011 abzugeben. Der Staat würde sich quasi einen zinslosen Kredit von seinen Bürgern verschaffen.

Der Bund der Steuerzahler hat das Finanzministerium in einem Brief aus dem November dazu aufgefordert die Regelung so zu überarbeiten, dass keine unnötige Mehrbelastung für die Bürger entsteht.

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